Mehrgenerationenhaus Eschborn

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Besuch der Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley im Mehrgenerationenhaus Eschborn

Copyright Thomas Imo/photothek.de

Am 30. August hat die Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley im Rahmen ihrer Sommerreise das Mehrgenerationenhaus in Eschborn besucht.

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Es wurde als eines der Mehrgenerationenhäuser mit dem Schwerpunkt Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte für den Besuch ausgewählt. Aktueller Anlass ist das vor den Sommerferien abgeschlossenes Theaterprojekt „Auf einmal fremd“, in dem Seniorinnen aus Eschborn gemeinsam mit jungen Männern aus Afghanistan und Syrien auf der Bühne des Mehrgenerationenhauses standen.

„Das Engagement der Menschen in unseren Mehrgenerationenhäusern ist für das Zusammenleben von einheimischer und zugewanderter Bevölkerung, das Funktionieren von Nachbarschaften und den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen von unschätzbarem Wert“, erklärte Dr. Barley in ihrer Ansprache, „Wenn heute Menschen zu uns kommen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, dann hat jede und jeder Einzelne eine ganz persönliche Geschichte zu erzählen. Es bewegt mich sehr, wenn wie hier im Haus in Eschborn Menschen, die in ihrer Kindheit mit ihren Familien selbst einmal fliehen mussten, sich in Deutschland um Geflüchtete kümmern und ihnen helfen bei uns anzukommen“.

Nach ihrem Grußwort wurden im Rahmen einer kurzen Vorführung prägnante Textpassagen aus dem Theaterstück vorgelesen. Beim anschließenden Gespräch tauschte sich Dr. Barley mit den Akteuren dieser besonderen Generationenbegegnung sowie mit den Mitarbeitenden und Trägern des Mehrgenerationenhauses aus. Dabei wiesen die Flüchtlinge aus Afghanistan auf ihre schwierige Situation hin, da viele staatliche Förderungen von einer guten Bleibeperspektive abhängig sind.

Ein Video des Besuchs können Sie sich anschauen unter
www.bmfsfj.de.

Das Theaterprojekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunst- und Kulturverein Art-Q durchgeführt. Es ermöglichte ein Zusammentreffen von Menschen mit Fluchterfahrung: Auf der einen Seite Seniorinnen, die infolge des Zweiten Weltkrieges Erfahrungen mit Vertreibung, Flucht und Neuanfang gemacht haben, und auf der anderen Seite junge Geflüchtete, die im Zuge der jüngsten Flüchtlingsströme nach Deutschland gekommen sind. Die Teilnehmer entwickelten unter professioneller Anleitung der Theaterpädagoginnen Charlotte Armah und Ulrike Gros ein eigenes Bühnenstück, das im Juni aufgeführt wurde. Für die Akteure und die Mitarbeitenden des Mehrgenerationenhauses ist die Zusammenarbeit mit dem Theaterprojekt nicht beendet, es hat bereits mehrere Nachtreffen gegeben. „Näheres Kennenlernen und Unterstützung beim Ankommen ist der Wunsch aller Beteiligten“ beobachtet die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses, Beate Baum-Dill. So lernen jetzt einige Seniorinnen mit den Geflüchteten Deutsch, andere haben Möbel für die Unterkunft gespendet und alle teilen die Sorge um Abschiebung, die einem Teil der jungen Männer droht. 

Das Mehrgenerationenhaus ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Familienbildung und der Evangelischen Kirchengemeinde Eschborn, das vom Evangelischen Dekanat Kronberg verantwortet wird. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Stadt Eschborn. In Deutschland gibt es rund 550 Mehrgenerationenhäuser.

Im evangelischen Gemeindezentrum mitten in Eschborn ist das Mehrgenerationenhaus ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters und aller Kulturen. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen zusammen ein großes Angebot an Veranstaltungen, Kursen und Möglichkeiten zum Beisammensein. Sozialer Kontakt und gegenseitiger Austausch stehen dabei im Mittelpunkt. Im Mehrgenerationenhaus gibt es Informationen zum sozialen Angebot der Region; es ist ein Ort des voneinander Lernens und der gegenseitigen Unterstützung. 

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