Mehrgenerationenhaus Eschborn

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Im Interview – Zwei Mitarbeiterinnen stellen sich vor

Das Projekt haushaltsnahe und soziale Dienste der Diakoniestation Eschborn-Schwalbach bietet Unterstützung für SeniorInnen, die gerne möglichst lange zu Hause wohnen bleiben möchten. Andererseits finden Menschen Arbeit, die zu ihren Bedürfnissen passt. Hier wird gegenseitige Unterstützung ganz im Sinne der Ursprungsgedanken des Mehrgenerationenhauses gelebt.

Seit Anfang 2016 werden die Hanah*S Dienste auch als DRIN-Projekt vom Diakonischen Werk gefördert. DRIN steht für „Dabei sein, Räume entdecken, Initiativ werden, Nachbarschaft leben.“ Das Projekt wächst – Hanah*S Dienste werden sehr gut angenommen.

Entscheidend dafür sind auch die inzwischen 12 engagierten Mitarbeitenden – ein buntes, lebendiges, sozial engagiertes Team mit Mitgliedern aus unterschiedlichen Herkunftsländern.

Zwei unserer Mitarbeiterinnen möchten wir Ihnen hier gern im Gespräch mit der Koordinatorin Elisabeth Knirim (EK) vorstellen.

Erstes Interview mit Frau Alpay

EK: Frau Alpay, Sie sind eine Mitarbeiterin „der ersten Stunde“.

IA: Ich bin in der Türkei geboren und lebe jetzt 17 Jahre in Deutschland. Ich habe zwei Töchter, 16 und 14 Jahre alt. Sie sind gute Schülerinnen. Zuerst habe ich in Deutschland nicht gearbeitet. Dann habe ich einen Deutschkurs besucht und die Prüfung geschafft.

EK: Sie gehören zu unseren Mitarbeiterinnen, die am längsten dabei sind. Wie kamen Sie dazu?

IA: Ich habe 2013 in der Zeitung die Werbung gelesen. Die Schulung hatte schon angefangen. Ich habe mich sehr gefreut, dazu zu kommen. Es hat mich sehr interessiert. Ich bin ein sozialer Mensch. Ich liebe es, mich mit älteren Menschen zu unterhalten. Es macht mir Spaß, wenn in einer Wohnung lange nichts gemacht ist und ich dann alles schön sauber gemacht habe. Ich freue mich über die glänzenden Augen der Menschen, wenn sie sich dann wohl fühlen. Ich höre gern zu, und zum Beispiel Herr K. freut sich auch, wenn ihm jemand zuhört. Zum Beispiel, wenn er von seinen Reisen erzählt. Gegenseitig kriegt man Freude. Und die Menschen haben Vertrauen, auch weil wir von der Diakoniestation kommen. Sie ist ein guter Arbeitgeber.

EK: Das Projekt bietet ganz verschiedene Dienstleistungen an. Haushaltspflege, Waschen, Bügeln, Kochen, Begleitung nach draußen, Betreuung, auch für Menschen mit Demenz. Sie müssen also zupacken, sauber machen und dabei auch den Menschen sehen in seinem Zuhause, mit seinen Gewohnheiten, einen guten Kontakt aufbauen und als Mensch für einen anderen Menschen da sein. Wie erleben Sie diese Aufgabe?

IA: Frau S. zum Beispiel wartet immer schon auf mich. Und ich denke nicht nur an den Haushalt, sondern ich freue mich auf den Menschen. Die letzte halbe Stunde trinken wir Kaffee. Wir spielen Karten und erzählen.

EK: Gibt es eine Situation aus Ihrer Arbeit, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

IA: Als Herr S. gestorben ist, war ich traurig. Aber ich weiß, ich habe ihm geholfen, er hat sich gefreut, wenn ich kam.

EK: Wo leben Ihre Eltern?

IA: In der Türkei. Meine Mutter ist krank. Mein Papa, 77, kocht, räumt auf, wäscht. Meine Mutter braucht Hilfe, wie die Senioren hier.

EK: Was würde Ihre Mutter wohl zu Ihrer Arbeit hier sagen?

IA: Sie sagt: Du hast ein warmes Herz, bist ein guter Mensch. Bestimmt lieben dich die Senioren. Sie fragt: Kochst du deutsches Essen? Ich sage: Ich koche türkisch, und die Menschen lieben es. Sie sagt: Du kannst das. Sie ist stolz.

EK: Was bedeutet Ihnen die Arbeit bei den Hanah*S Diensten?

IA: Ich habe etwas zu tun und fühle mich stark. Die Leute brauchen und mögen mich. Ich kann etwas. Ich lerne dazu. Auch die Kinder freuen sich und sagen: „Meine Mama geht zum Kurs“, wenn wir Fortbildung haben. Ich bin glücklich, es tut mir sehr gut.

EK: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten an die Arbeit ...

IA: Bei Krankheit oder Urlaub haben wir nicht genug Personal. Deshalb bemühe ich mich wirklich sehr, dass kein Termin von mir ausfällt.

EK: Vielen Dank. Hanah*S Dienste werden stark nachgefragt, und wir suchen immer neue MitarbeiterInnen! 

Zweites Interview mit Frau Kiss.

EK: Eine neuere Kraft ist Frau Kiss.

JK: Ich heiße Jolan Kiss. Ich komme aus Ungarn, bin in der Ukraine geboren. Wir sind in Deutschland seit dreieinhalb Jahren. Ich wohne in Schwalbach, habe zwei Kinder und fünf Enkelkinder. Ich arbeite in einer Reinigungsfirma und seit etwa einem halben Jahr bei Hanah*S Diensten. Mein gelernter Beruf ist Näherin.

EK: Warum haben Sie die Arbeit bei Hanah*S Diensten gewählt?

JK: Ich liebe alte Menschen. Manchmal überlege ich: Was mache ich, wenn ich 80 Jahre alt bin, alleine und keine Kraft habe? Wenn ich zu Herrn L. gehe, fühle ich mich nicht gut, wenn ich ihn krank sehe. Ich mache diese Arbeit gern und möchte, dass es ihm besser geht. Geld ist auch gut. Aber ich sehe den alten Menschen. Wenn ich alt und krank bin, möchte ich auch einen jüngeren Menschen haben, mit dem ich spreche, der fragt: Wie geht es heute? Ich erwarte, dass das, was ich heute mache, ich bekomme, wenn ich alt bin. Wenn ich zu einem Senior gehe, dann mit Lust, mit Herz, mit guter Laune.

EK: Woran denken Sie, wenn Sie an Hanah*S Dienste denken?

JK: Vielleicht an Frau K. Sie sagt: Meine Küche ist sehr schmutzig. Ich sage: Kein Problem! Ich mache alles schön sauber. Frau K. freut sich sehr. Das macht uns beide glücklich.

EK: Leben Ihre Eltern in Ungarn?

JK: Nein, in der Ukraine. Mein Vater ist vor langer Zeit verstorben. Ich möchte nächstes Jahr nach Hause fahren. Wir waren dreieinhalb Jahre nicht mehr zu Hause.

EK: Was sagt Ihre Mutter zu Ihrer Arbeit?

JK: Meine Mutter ist 81 Jahre alt. Sie sagt: Ich bin glücklich, du machst gute Arbeit, wenn du alten Menschen hilfst. Dein Herz ist sehr gut, mein Liebling.

EK: Sind Sie zufrieden mit der Arbeit bei Hanah*S Diensten? Was wünschen Sie sich?

JK: Ich bin sehr zufrieden. Ich liebe meine Arbeit. Ich wünsche, dass ich gesund bleibe und Kraft habe, um diesen alten Menschen zu helfen.

EK: Vielen Dank, Frau Kiss, für das Gespräch.

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Mitarbeiter gesucht

Die Mitarbeitenden der Hanah*s Dienste freuen sich angesichts der regen Nachfrage von SeniorInnen über weitere engagierte MitstreiterInnen, die sich bitte bei Frau Knirim bewerben können.

Nähere Auskunft und Informationen
Elisabeth Knirim, Projektleitung Hanah*s Dienste
Diakoniestation Eschborn Schwalbach, Hauptstr. 20, Eschborn
Telefon: 06196 9547517
Mobil: 0175 8119117
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